Feb 22
Früher war alles besser - diesen Spruch gibt es häufig, doch selten in Verbindung mit Technik. Die ersten Mäuse für den PC waren runde Kugeln oder flache Kisten mit zwei Knöpfen oder drei Knöpfen. Sie mögen nicht die präzise Auflösung gehabt haben und verlangten öfter mal nach einer Reinigung, um den Schmodder zu entfernen, den die Rollkugeln so eingesammelt hatten.
Heute haben Mäuse entweder eine rot schimmernde Optik oder arbeiten mit Laser. Meine Erfahrungen damit sind nicht immer gut. Die optischen Mäuse arbeiten auf den meisten Untergründen gut, nur ab und zu kriegt die Maus einen Rappel, und der Pfeil springt unvermittelt irgendwo hin (meist oben rechts in die Ecke).
Und die Lasermaus fängt nicht umsonst mit den gleichen zwei Buchstaben an wie “Lady” - sie benimmt sich wie eine Diva und funktioniert nur auf dem Mauspad. Auf der schnöden Schreibtischplatte oder etwas anderem bewegt sich der Pfeil so gut wie überhaupt nicht.
Dann gibt es auch noch die Unterscheidung zwischen mit und ohne Kabel. Ohne Kabel sind Mäuse häufig zickig. Die beiden Modelle von Microsoft laufen mit NiMH-Akkus, sogar welche der neuesten Generation. Wochenlang geht es gut, doch dann geht der Strom zur Neige und das Austauschpaar aus dem Ladegerät kommt zum Einsatz. Und jetzt wird es merkwürdig. Als habe nicht der Stromspender, sondern die Maus selbst einen Memory-Effekt, hakt sie mit dem frischen Stromfutter zunächst genauso rum wie mit dem alten, als es zur Neige ging.
Die perfekte Maus wurde bisher noch nicht gefunden. Für Hinweise bin ich dankbar (vielleicht gibt es irgendwann mal einen großen Vergleichstest).
Nov 23
Wer eine zusätzliche Lampe schalten muss, aber keine Kabel verlegen möchte, für den bietet Düwi eine Serie mit Funksendern und Empfängern. Das System besteht aus Empfängern für 12-V (Schalter) sowie Rolladen, Schalter und Dimmer für 230 V.

Als Sender kann ein Mehrkanalhandgerät dienen (wie das bei den meisten Billigteilen auch der Fall ist) oder aber ein einzelner Schalter, der sich so aufkleben lässt, als befände sich dahinter eine Dose. Tatsächlich ist es feine Elektronik mit zwei Mikrotastern für an und aus.

Das System ist leicht zu installieren, man sollte beide auf den gleichen Kanal einstellen. Er funktioniert ordentlich, nur wenn man zu häufig ein- und wieder ausschaltet, ist es beleidigt und streikt (”ich bin doch schließlich kein Spielzeug”). Und dass der Schalter nicht zu anderen Serien passt, ist auch ein (kleines) Manko. Vielleicht gibt es demnächst passende Abdeckungen für die “großen Hersteller” (Gira, Busch-Jaeger, Merten etc.).

Sep 16
Seit einiger Zeit beobachte ich bei technischen Geräten immer häufiger das Phänomen, dass sie von jetzt auf gleich ihre Funktion einstellen. Und zwar vollständig. Besonders betroffen hiervon sind (in dieser Reihenfolge) Handys, MP3-Player, Digitalkameras.
Ob ein Gerät davon betroffen ist, hängt dabei weder davon ab wie teuer es war noch ob es sich um eine Marke handelt oder nicht - wobei in meinem Haushalt besonders häufig Nokia-Handys den Dienst quittierten. Aber das kann auch daran liegen, das es halt Nokias waren, mit denen telefoniert wurde. Auch die Lebensdauer ist kein Indiz dafür. Manche Handys funktionieren jahrelang und dann eines Morgens nicht mehr, andere überleben die 14 Tage Rückgabedauer nicht. Meist tritt der Fehler jedoch so nach zwei bis drei Monaten auf.
Da die Geräte immer kompakter werden, bleibt meist nichts übrig, als sie komplett auszutauschen. Manchmal gehen damit auch persönliche Dinge über den Jordan, denn wer hält schon beispielsweise stetig ein Update aller Bilder überall gleich parat.
Jul 17
…und das ist ernst gemeint:
1. Schalten Sie das Gerät aus und wieder ein (Computer: kalter Neustart).
2. Schalten Sie es aus. Warten Sie einen halben Tag. Schalten Sie es wieder ein.
3. Schalten Sie es aus. Transportieren Sie es woanders hin. Schalten Sie es wieder ein.
4. Schalten Sie es aus. Transportieren Sie es woanders hin. Lassen Sie jemand anders es wieder einschalten.
5. Transportieren Sie es woanders hin. Lassen Sie es durch jemand anderen aus- und wieder einschalten.
6. Schalten Sie es aus. Ziehen Sie sämtliche Kabel ab. Schalten Sie es wieder ein. Schalten Sie es aus, stecken Sie die Kabel wieder an und schalten Sie es wieder ein.
7. Schalten Sie es aus. Nehmen Sie es soweit auseinander, wie sie technisch dazu in der Lage sind. Setzen Sie es genauso wieder zusammen. Schalten Sie es wieder ein.
8. Schütteln Sie das Gerät (ohne es aufzuschlagen).
9. Schlagen Sie so hart darauf, dass es gerade nicht kaputt geht. Festplatten beispielsweise lassen sich so manchmal wiederbeleben. Manchmal.
10. Wenn Sie sicher sind, das es kaputt ist, werfen Sie es mit voller Energie auf einen harten Steinboden. So haben Sie wenigstens eine kleine Genugtuung für Ihren Frust.
Jun 15
Apple und HTC bringen in den nächsten Tagen zwei Mobiltelefone heraus, die beide über ihr Display bedient werden. Aus mehreren Gründen ist das keine gute Idee.
1. Treffer, gedrückt
Manchmal - dicker Kopf, dicke Finger - trifft man den abgebildeten Knopf nicht genau, doch die haptische Rückmeldung (die übrigens hundertmal schneller arbeitet als die anderen Sinne) fehlt, und schon ist die falsche Nummer eingetippt oder der globale thermonuklare Krieg aktiviert, obwohl man nur Tictactoe spielen wollte.
2. Drück mich, Baby!
Die Displaytechnologie ist auf Stylus-Bedienung ausgelegt, Fingerdrücke werden meist nur registriert, wenn man stark drückt. Ich bin mal gespannt, wann die Displays ausfallen. Wahrscheinlich so etwa zwei Wochen nach Ende der Garantiezeit.
3. Nägel schneiden, bitte!
Nächster Punkt: Wer sein gutes Stück nicht ruinieren will, darf keine langen Nägel haben. Sorry Ladys, da müsst Ihr wohl bei der D&G-Version des Motorola Krkr (oder wie das heißt) bleiben.
4. Kaufen Sie Henkel-Aktien!
Denn der Verbrauch an Sidolin und anderen Glasreinigungsmitteln wird sprunghaft ansteigen - auch bei ständigem Händewaschen setzen sich Schmutz und Schweiß auf der Displayoberfläche ab.
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